Höhenrehabilitation bei schwerem Asthma
Fallbericht zeigt klinische Verbesserungen
Eine aktuelle Publikation zeigt, dass ein integratives Rehabilitationskonzept im allergenarmen Hochgebirgsklima zu einer verbesserten pulmonalen Ventilation, weniger Exazerbationen und einem reduzierten Steroidbedarf führen kann. Gleichzeitig wurde eine deutliche Steigerung der Lebensqualität beobachtet – ein Hinweis auf den Nutzen einer frühzeitigen, multimodalen Therapie bei komplexen Asthma-Verläufen.
Die Höhenrehabilitation gilt seit längerem als wirksame Ergänzung zur Standardtherapie bei chronischen und schwer behandelbaren Lungenerkrankungen. Eine aktuelle Fallstudie mit dem Titel «Therapieerfolg durch integrative Höhenrehabilitation bei schwer kontrollierbarer Lungensymptomatik» bestätigt diesen Ansatz am Beispiel eines Patienten mit schwer kontrollierbarer Lungensymptomatik.

Mitautor der Publikation ist unser leitender Arzt Pneumologie Hans‑Werner Duchna, der seine klinische Erfahrung im Bereich der Höhenrehabilitation in die Arbeit eingebracht hat.
Der Fallbericht ist in der Zeitschrift «Praxis» erschienen und kann über PubMed abgerufen werden (PMID: 41784514).
Im Zentrum stand ein multimodales Behandlungskonzept, das verschiedene Therapiebausteine kombiniert: Neben dem allergenarmen Hochgebirgsklima kamen individualisierte medizinische und therapeutische Massnahmen sowie gezielte Schulung und Optimierung der Inhalationstechniken zum Einsatz. Dieses integrative Vorgehen führte im beschriebenen Fall zu einer signifikanten Verbesserung der pulmonalen Ventilation.
Parallel dazu zeigte sich eine Reduktion des systemischen Steroidbedarfs sowie eine geringere Exazerbationsrate. Besonders relevant aus Patientensicht: Auch die Lebensqualität konnte deutlich gesteigert werden.
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung eines interdisziplinären, auf die individuelle Situation abgestimmten Therapiekonzepts. Gleichzeitig liefern sie Hinweise darauf, dass die Höhenrehabilitation bei schwer kontrollierbarem Asthma bronchiale frühzeitig in die Behandlungsstrategie integriert werden sollte.



